Champions League: UEFA macht die Reichen noch reicher

„Noch mehr Einnahmequellen für Klubs und Verbände.“

Das schrieb ich als vorletzten Satz an dieser Stelle vor wenigen Tagen. Nun veröffentlicht der „kicker“ in seiner Printausgabe den neuen Verteilungsschlüssel für die Champions League ab 2018 und nennt diesen Artikel schlicht: „Europa zerbricht“.

In der Tat geht es dabei um Summen, denen die Attribute atemberaubend und absurd eigentlich kaum gerecht werden.

„An der künftigen Verteilung der von der UEFA aus der zentralen Vermarktung (Fernsehen, Werbung) erzielten Milliarden dürfte Europas Fußball zerbrechen. Und diese Pläne könnten in dieser Woche zum Crash zwischen der ECA und der EPFL führen.“ (kicker, 4. 9. 2016)

135,5 Millionen für den Titelträger

Über den neuen Quali-Modus (noch mehr Startplätze für die „Großen“) wurde in den letzten Tagen schon ausgiebig berichtet. Der kicker nennt nun erstmals Summen, die ab der nächsten Saison großzügig verteilt werden sollen.

Die Reichen werden reicher. Statt 2,35 wird die UEFA demnächst 3,2 Milliarden Euro an Vermarktungserlösen lukrieren. Eine Simulation, die auf den Ergebnissen der Saison 2015/16 basiert, besagt, dass der aktuelle Titelträger Real Madrid im Jahr 2019 135,5 Millionen Euro kassieren würde. Finalgegner Atletico müsste sich mit knapp 119 Millionen begnügen, die Halbfinalisten Bayern München erhielten 108 und Manchester City 104 Millionen Euro.

„Die Einnahmen der Topklubs würden verdoppelt. Maccabi Tel Aviv, zuletzt in der Gruppenphase ausgeschieden, bekäme dagegen nur 19,576 Millionen Euro.“ (kicker, 4. 9. 2016)

Man sollte diese Veranstaltung, bei der sich ab dem Achtelfinale ohnehin immer die gleichen Klubs den Titel ausschnapsen, in Zukunft eigentlich boykottieren.

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