Digitale Entgiftung: 9 + 1 Twitter-Tipps für den Alltag

Ich habe letzte Woche hier begonnen, über digitale Entgiftung zu schreiben, bei der Twitter neben Facebook einen wesentlichen Teil einnimmt.

Und auch, wenn ich auf Twitter nicht wahnsinnig aktiv war oder bin, habe ich mobil doch mehrmals täglich verfolgt, was denn gerade so los ist.

Und immer öfter habe ich mich danach gefragt, warum ich das eigentlich alles lese.



Die Sau im virtuellen Dorf

Nicht falsch verstehen. Twitter ist toll. Ich lese wahnsinnig gerne die Insights von Journalisten und Menschen aus der Kommunikationsbranche, Neuigkeiten aus der Sportwelt und andere Dinge.

Twitter kann aber auch furchtbar nervig sein. Zum Beispiel immer dann, wenn irgendeine Sau durchs virtuelle Dorf getrieben wird oder wenn das tägliche Aufregerthema von gefühlt allen Twitter-Nutzern kommentiert wird. Und es 24 Stunden später wieder keinen mehr interessiert, weil da ja schon das nächste Thema dran ist.

Die wichtigen Dinge werden Dich immer erreichen

Ich weiß schon: Twitter ist ein wichtiger Nachrichtenkanal, ersetzt für so manchen die Agenturmeldungen und in gewissen Branchen kann man es sich nicht leisten, nicht auf Twitter zu sein. Das ist sicher schon auch richtig – aber sorry: Will ich für diese Empörungsmaschine wirklich wertvolle Lebens- und Arbeitszeit verschwenden, indem ich ständig online bin?

Ich finde, das muss nicht sein und man bekommt die wichtigen Dinge auch mit, wenn Twitter nicht dauernd „nebenbei“ läuft. Und ohne Retweet- und Mention-Nebengeräuschen lässt es sich auch gleich viel konzentrierter arbeiten.

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Hier klicken, um zur Infografik zu gelangen.

Daher hier meine neun #gratis Twitter-Tipps (die mir sehr geholfen haben):

  • Lösche die Twitter-App von Deinem Smartphone und von Deinem Tablet.
  • Nutze Twitter nur noch auf Deinem PC.
  • Deaktiviere E-Mail-Benachrichtigungen über Retweets, beliebte Beiträge und ähnliches.
  • Definiere fixe Tageszeiten, zu denen Du Twitter öffnest. Oder, wenn es sich zeitlich für Dich nicht so gut planen lässt, nutze folgendes Schema: In der Früh zu Arbeitsbeginn, in der Mittagspause und zum Abschluss des Arbeitstages. Es kann natürlich auch öfters sein, wenn es Deine Tätigkeit erfordert – es geht mir nur darum, das virtuelle Dauerfeuer einzudämmen. Sollte sich gerade Dramatisches in der Weltgeschichte ereignen, bekommst Du es sowieso mit, dazu brauchst Du Twitter nicht. Ich selbst nutze Twitter zu gleichen Teilen beruflich wie privat und schaue etwa zwei Mal täglich, in der Früh sowie abends, in meine Timeline. Ausnahme: „Freizeit-Twittern“, zum Beispiel abends während Fußballübertragungen oder anderen TV-Events. Stichwort #tatort.
  • Erstelle, soweit möglich, für Deine beruflichen Tweets einen „Redaktionsplan“: Wann veröffentlichst Du welche Tweets zu welchem Thema? Der Vorteil: Beim Niederschreiben der Tweets kommt Dir garantiert noch die eine oder andere Idee.
  • Plane die Veröffentlichung dieser Tweets im Vorhinein mit einem Tool wie Hootsuite oder Tweetdeck.
  • Erstelle Listen: Ich folge 1.700 Accounts. Erstens frage ich mich gerade: Warum eigentlich? (Da füge ich doch gleich nachher einen weiteren, bisher nicht geplanten Punkt ein) Und zweitens ist das thematisch das reinste Chaos. Ordne Accounts je nach Thema verschiedenen Listen zu. Diesen Punkt beackere ich selbst gerade – ist ein bisschen Aufwand, aber er lohnt sich.
  • Entrümple gnadenlos. Klicke in Deiner Timeline auf einen Tweet, der Dich nicht interessiert und schau Dir den Account des Absenders an. Was siehst Du dort? Wenn es Dich langweilt, entfolge ganz einfach. Wie beim Ausmisten des Kleiderschranks. Was man ein Jahr nicht trägt, sollte entsorgt oder anderen Zwecken zugeführt werden. Ich bin übrigens nicht böse, wenn ich jetzt einige Follower verliere.
  • Dein Hirn sagt Dir „Das wäre jetzt aber ein guter Tweet“? Ja, sicher – wenn es aber kein superaktuelles Thema ist, ist er das in ein paar Stunden immer noch. Du musst dafür nicht extra die Arbeit unterbrechen. Wenn´s hilft: Tweet aufschreiben (händisch oder am PC) und später veröffentlichen. So verfasst Du schon den Tweet, bleibst aber nicht in Deiner Timeline hängen.

Das Ergebnis:

  • Twitter macht ab sofort noch viel mehr Spaß, weil man sich davon nicht leiten lässt.
  • Dank Deiner Listen und der Trending Topics versäumst Du kein wichtiges Thema.
  • Du kannst in Ruhe arbeiten und verlierst Dich nicht in Deiner Timeline.

Extra-Tipp: Rückschlage und wie man dagegen ankämpft

Suche Dir ein Ritual, das Dir hilft, Deinen Twitter-Plan auch durchzuziehen. Das kann auch nur ein simpler Gedanke sein, der Dir zeigt, warum es jetzt einfach besser ist, offline zu bleiben. Immer, wenn ich in Versuchung gerate, „nur mal kurz nachzuschauen“, denke ich an die Strandbar.

Die Umsetzung:

Einige Male am Tag bewusst am Computer sitzend reinzuschauen, zu schreiben, zu antworten – ich bin der Meinung, das reicht.

Du hast das nun alles gelesen und denkst Dir: Ja, eh. Ist doch keine Hexerei.

Exakt, ist es nicht. Tu es einfach.

Und jetzt hilf anderen und teile diesen Artikel auf Twitter. 😉 Und zwar zu jener Uhrzeit, zu der es Dein Twitter-Plan erlaubt.

Vielen Dank!

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