Eine Lanze für die „kleinen“ Medien

Ich habe in diesem Beitrag bereits angeschnitten, dass die Zusammenarbeit mit vermeintlich kleinen Medien essentiell für Deine nachhaltige Medienpräsenz sein kann.

Kleine Medien – damit meine ich im Prinzip alles, was sich weitestgehend auf lokale Berichterstattung beschränkt, also Bezirkszeitungen sowie die Medien von Städten, Gemeinden bzw. Katastralgemeinden.

Nachrichten aus dem Grätzl, wie man Wien sagt –  egal ob als Printausgabe im Postkasten oder im Blog, den der engagierte Nachbar betreibt.

Die Bezeichnung „klein“ bezieht sich tatsächlich nur auf das Verbreitungsgebiet. Viele der regionalen und lokalen Player haben sowohl beachtliche Auflagen als auch Reichweiten.

Stellvertretend dafür nur eine aktuelle Zahl: Die „Bezirksblätter“ kommen 2015/16 in Tirol auf eine Reichweite von 61,8 Prozent (Quelle: Media-Analyse).

Natürlich – die RMA sind der Platzhirsch unter den Regionalmedien. Selbstverständlich gibt es lokale Medien, die wenige Tausend oder gar nur ein paar Hundert Haushalte erreichen. Trotzdem: Ignoriere, belächle, unterschätze diese Medien niemals. Das wäre ein großer Fehler, wie ich auch hier unter Punkt 3 erkläre.

Regional boomt!

Es ist kein neues Phänomen, dass Nachrichten mit starkem Regionalbezug besonders nachgefragt werden. Darauf setzen die Medienmacher seit Jahren.

Nun kann man zurecht einwenden, dass noch mehr Fokus auf das Regionale den Blick der Menschen über den Tellerrand immer mehr einschränkt, aber es ist ja doch so: Was vor der sprichwörtlichen eigenen Haustür passiert, ist nun mal für jeden von uns sehr oft relevant.

Was sind nun die Vorteile dieser Publikationen für unsere Medienarbeit?
  • Der starke redaktionelle Bezug auf die eigene Region, den eigenen Bezirk, die Gemeinde – eigentlich logisch
  • Die Distribution: Üblicherweise bekommt jeder Haushalt diese Printprodukte ungefragt zugeschickt, man muss sie zumindest ein Mal in die Hand nehmen
  • Sehr oft kennen die LeserInnen „ihre“ Journalisten persönlich, gerade in ländlichen Regionen, aber durchaus auch in Großstädten wie Wien, wenn es sich um Medien aus dem Grätzl bzw. einzelnen Katastralgemeinden handelt – eine gewisse Vertrauensbasis sollte beim Leser also in den meisten Fällen vorhanden sein
  • Umgekehrt wissen die Journalisten meist sehr genau, was in der jeweiligen Region los ist, wo der Schuh drückt, welche Informationen die Leser benötigen

Zusammenfassend: Sehr viel einfacher und punktgenauer kommt man eher selten in die Haushalte.

Für Deine Medienarbeit bedeutet das, dass Du mit einer Veröffentlichung in einer solchen Publikation eine Lesergruppe erreichst, die Du ziemlich genau kennst und auf die Du Dein inhaltliches Angebot abstimmen kannst.

  • Frage Dich selbst: Was will ich in diesem Medium erzählen?
  • Ist das, was ich erzählen möchte, für den Großteil der Leserinnen und Leser relevant?
  • Gibt es eine Möglichkeit, meine Story an die Bedürfnisse der Lesergruppe anzupassen?
  • Kann ich den Nutzen, den meine Geschichte bzw. mein Produkt für die Leser in Gemeinde XY hat, besonders herausstreichen?
  • Gibt es Multiplikatoren vor Ort, die ich in meine Story einbinden kann? Also jemanden, der mein Produkt vielleicht bereits benützt und mir dadurch einen gewissen Grad an Credibility verschafft?

Der positive Nebeneffekt einer Veröffentlichung im regionalen Blatt: Die Chance ist groß, dass auch die überregionale Presse darauf aufmerksam wird. Journalisten lesen mit Vorliebe das, was andere Journalisten schreiben und stoßen so womöglich auf Deine Story. Zumindest gibt es schon etwas über Dich oder Deinen Kunden zu lesen, wenn Du bei den großen Leitmedien anklopfst.

Du bist also kein unbeschriebenes Blatt mehr.

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