Drei Fragen an… Barbara Rauchwarter, Austria Presse Agentur

Für eine Artikelserie habe ich in den letzten Wochen mehreren KommunikationsexpertInnen drei Fragen gestellt.

Heute: Barbara Rauchwarter, Unternehmenssprecherin und Leiterin Marketing & Kommunikation, APA – Austria Presse Agentur.



Was raten Sie potenziellen Berufseinsteigern, die in der PR Fuß fassen möchten? Erst eine Ausbildung oder „learning by doing“?

„Eine fundierte Ausbildung ist heute meistens ein Pflicht-Kriterium und deshalb rate ich jedem dazu, der in diesem Beruf starten möchte. Daneben sollte man jedoch jede Chance nutzen, auch echte PR-Luft zu schnuppern. Viele Lehr- und Studiengänge sind schon sehr praxisnah gestaltet und bieten Praktika und Kontakte zur Branche – diese gilt es zu nutzen, um parallel erste Erfahrungen zu sammeln. Auch im Job steht dann ständige Weiterbildung auf den Programm, um aktuell zu bleiben.“

Sind ehemalige Journalisten, die in die PR wechseln, automatisch gute Kommunikatoren, weil sie – wie man annehmen könnte – wissen, was Presse und Publikum wollen?

„Nein, automatisch sicherlich nicht. Die Anforderungen an PR-Handwerk und redaktionelle Tätigkeit haben zwar Gemeinsamkeiten, aber sind doch anders geartet. Die journalistische Perspektive der „Gegenseite“, also des Publikums und der Medien, ist natürlich in der Kommunikation von großem Nutzen, ebenso wie Storytelling- und Recherche-Expertise. Dementsprechend viele ehemalige Redakteurinnen und Redakteure sind auch erfolgreich in der PR tätig.“

„Doch es gibt auch Anforderungen, die sich unterscheiden: Wie man eine digitale Community aufbaut, wie multimediale Markenführung gelingt, wie ein virales Video entsteht oder wie man diverse Stakeholder für ein Projekt ins Boot holt, muss ein Journalist nicht automatisch wissen.“  

Blick in die Glaskugel: Sehen Sie den einen Kommunikationstrend 2017 schon am Horizont?

„Einen einzigen Kommunikationstrend sehe ich nicht, vielmehr werden wir uns weiterhin mit den zahlreichen Auswirkungen der digitalen Revolution beschäftigen, und das noch viele Jahre. Was weiter fortschreiten wird, ist die unverzichtbare Zusammenarbeit zwischen Technik und Inhaltskonzeption. Aktuell auftauchende Schlagworte sind Chatbots und Conversational Commerce, personalisierter Content oder Virtual und Augmented Reality – nichts davon ist ohne Datenmanagement und andere Technologien denkbar.“


Das E-Booklet für Deinen Pressetext!

Hier kannst Du sofort mein E-Booklet "Dein Pressetext: Der Guide für Einsteiger" gratis downloaden.

Powered by ConvertKit
40

No Responses

Write a response