Kein Rennen vor einem Millionenpublikum

Bis zu 1,2 Millionen Menschen saßen am Samstag in Österreich vor ihren Fernsehern, um auf ORFeins keine WM-Abfahrt zu sehen. Rund drei Stunden lang warteten die Verantwortlichen in St. Moritz zu, am Ende hieß es: Kein Rennen.

Der ORF blieb während dieser Zeit fast durchgehend live on air, lediglich unterbrochen von Schalten zur Biathlon-WM in Hochfilzen.

Völlig übertrieben und nur in Österreich möglich, liest man auf manchen Social Accounts. Mag sein. Doch Ski- ist hierzulande nun eben Nationalsport, dazu muss man nicht mal die Zuschauerzahlen (vor Ort und im TV) aus Kitzbühel oder Schladming extra im Detail erwähnen.

Jede Nation hat ihre Eigenheiten und Sportarten, über die andere milde lächelnd den Kopf schütteln, die in den jeweiligen Ländern aber medial entsprechend aufbereitet werden. Oder schon mal, nur zum Beispiel, was von Schwingen gehört?

Während wir aus dem Alpinsport nahezu perfekt inszenierte Produkte sehen, beschert uns die Österreich-Ausgabe einer Weltsportart Bilder von spärlich besuchten Stadien und Stahlrohrtribünen, die vor Ort um semi-lustige Gatschspiele bereichert werden.

Wen wundern dann also epische Livestrecken mit Rekord-Quoten und gleichzeitig stagnierendes Interesse am heimischen Fußball wirklich?

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