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So planst Du Dein PR-Jahr: Sorge für gutes Text- und Bildmaterial

Wir blicken zum Einstieg auf die letzten Wochen zurück: In diesem Guide haben wir bisher Deinen Content sortierteine erste Themenliste erstellteinen Zeitplan mit inhaltlichen Details konzipierteinen Medienverteiler angelegt und zuletzt Kontakt mit Journalistinnen und Journalisten aufgenommen und deren Interesse an unserer Story „abgeklopft“.

Nun gehen wir einen Schritt weiter.

Part 6: Erstelle Text und Bild in Top-Qualität

Wir sehen uns heute an, was Du tun kannst, nachdem Du zum ersten Mal mit Journalistinnen Kontakt aufgenommen hast und in diesen Gesprächen erklärt hast, wer Du bist, was Du machst und welche Story Du anzubieten hast.

Eines vorweg: Wie zuletzt schon erwähnt, solltest Du diese Gespräche auch als „Marktforschung“ für Dich betrachten. Du wirst schnell merken, wer für Deine Themen empfänglich ist.

Und Du wirst auch merken, dass viele Journalistinnen für unterschiedliche Aspekte Deiner Story Interesse zeigen: Ein Gründermagazin ist an einem anderen Aspekt interessiert als das Fachmedium aus Deiner Branche. Ein TV-Journalist hat eine andere Herangehensweise an eine Geschichte als die Journalistin einer Tageszeitung.

Es hängt also fast immer davon ab, wen Du kontaktierst, für welches Ressort arbeitet diese Person, welche Ausrichtung hat das betreffende Medium, ist es tagesaktuell oder erscheint es nur monatlich und so weiter.

Das bedeutet nicht, dass Du Deine Geschichte für jeden Journalisten von Grund auf neu erzählen musst. Aber bleibe einfach so flexibel, dass Du die Interessen und Wünsche der Journalisten so gut es geht bedienen kannst.

„Schicken Sie mir mal ein E-Mail…“

Oft wirst Du hören: „Ja okay, schicken Sie mir mal ein E-Mail.“ Und das kann gut, aber auch weniger gut sein.

Es klingt natürlich nach Interesse, kann aber auch unter Umständen – ich möchte niemandem etwas unterstellen – eine höfliche Form von Abwimmeln sein.

Ich habe Dir zuletzt schon erklärt: Hole Dir wirklich das konkrete Interesse. Versuche wirklich, aus diesen Gesprächen so rauszugehen, dass Du weißt: Wer interessiert sich tatsächlich für meine Geschichte – und wer nicht?

Wenn Du weißt, wer sich für Dich interessiert und sie oder er genauere Informationen haben möchte (meist per Mail), dann kommt er dran: Der Pressetext.

Genau dann brauchst Du diesen einen guten Text, der wirklich pfeift.

Dieser eine Text, der Dein Thema, Dein Produkt, Deine Dienstleistung, Dich oder was auch immer Du kommunizieren möchtest, kompakt und informativ beschreibt.

Nimm Dir dafür Zeit. Lass Dich nicht unter Druck setzen, sondern entwickle in Ruhe Deinen Text.

Bei einem Pressetext solltest Du auf einige Punkte achten. Die gute Nachricht: Es gibt keine Formvorschriften.

✅ Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte, wie zum Beispiel eine aussagekräftige Headline. Nimm Dir auch dafür wirklich Zeit.

✅ Plus: Ein Abstract, der Anreißer, also die Einleitung zu Deinem Text – das, was zwischen Headline und dem eigentlich Text steht. Eine attraktive Zusammenfassung Deiner Message mit den wichtigsten Punkten in drei bis vier Zeilen.

Das kann durchaus herausfordernd sein. Du kannst beispielsweise mit Bulletpoints arbeiten – was sich vor allem bei Texten mit vielen Zahlen der Übersichtlichkeit wegen anbietet.

✅ Danach geht es direkt ins Thema: Hier kommt die eigentliche Information, es geht ans Eingemachte. Beantworte dabei die meisten W-Fragen. Mehr dazu hier.

✅ Abschließen kannst Du einen Pressetext stets mit allgemeinen Informationen zum Unternehmen (PR-Heinis sprechen da von der „Boilerplate“), damit der Empfänger auf einen Blick sieht: Um welches Unternehmen geht es hier, wo ist es zu Hause, wieviele Menschen arbeiten dort, welcher Umsatz wird erzielt…um nur einige mögliche Punkte zu nennen.

✅ Und selbstverständlich fügst Du am Ende noch eine Kontaktmöglichkeit an, damit Journalisten wissen, an wen sie sich wenden können, sollten sie Fragen haben.

✅ Bevor Du diesen Text verschickst, gib ihn einer Person zu lesen. Und ich schreibe bewusst: EINER Person. Wenn zu viele urüberlesen, kommen zu viele Anmerkungen zurück. Deshalb suche Dir eine kompetente Person in Deinem Umfeld und bitte um kritische Durchsicht Deines Textes.

Da war doch noch etwas…

Haben wir etwas vergessen?

Absolut: Bilder!

Eine Story lebt auch von guten Bildern. Deshalb musst Du auf jeden Fall dafür sorgen, dass Du mindestens ein bis zwei Fotos (das ist aber die absolute Untergrenze) von Deinem Produkt, von Dir, von Deinem Team in druckfähiger Qualität im Hoch- und Querformat bereitstellen kannst.

Hier solltest Du wirklich die Zeit und letztlich auch das Geld investieren, um gutes, qualitativ hochwertiges Bildmaterial erstellen zu lassen.

Aber warum sind Bilder eigentlich so wichtig?

Das hat aus meiner Sicht mehrere Gründe.

📸 Journalisten haben gleich ein Bild zur Story. Und das meine ich so, wie ich es schreibe: Journalisten haben ein Bild, das sie verwenden können.

📸 Journalisten haben aber auch „für sich“ ein Bild zu Deiner Story. Sie bekommen Deinen Text und finden ihn interessant, können sich aber vielleicht bei dem einen oder anderen Punkt nicht ganz genau etwas darunter vorstellen. Hier kann ein Bild ihnen dabei helfen, Dein Thema zu verstehen und es einzuordnen.

📸 Bilder springen einfach ins Auge. Du kennst es doch von Dir selbst: Worauf schaust Du, wenn Du eine Zeitung aufschlägst? Wohin siehst Du, wenn Du Deinen Browser startest? Auf Bilder. Sie springen ins Auge und erregen Deine Aufmerksamkeit.

📸 Und wenn wir gleich beim Thema Print bleiben – bei Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen – noch ein Punkt, an den man oft nicht denkt: Stories mit Bildern sind fast immer größer als jene ohne Bildmaterial. Und frage Dich selbst: Möchte ich lieber eine kleine Geschichte, die in irgendeinem Kästchen am Seitenrand Platz findet? Oder lieber eine größere, bei der noch ein Bild meines Produkts oder von mir abgedruckt ist?

Ich denke, die Antwort wird Dir nicht schwerfallen.

Dein To-Do: Text und Bild – jetzt!

🗒️ Erstelle diesen einen guten Pressetext. Adaptiere ihn – je nachdem, welches Feedback Du von Journalisten erhältst. Schreibe natürlich nicht für jeden einen eigenen Text, aber gehe soweit wie möglich und sinnvoll auf die Wünsche und Anforderungen Deiner Kontakte ein.

🗒️ Sorge für gutes Bildmaterial. Sorge dafür, dass Du, Dein Produkt, Dein Unternehmen wirklich gut von professionellen FotografInnen in Szene gesetzt wird. Investiere wirklich die Zeit und das Geld dafür – es macht sich bezahlt, denn Du wirst diese Bilder immer wieder brauchen.

Was hast Du in den bisherigen Schritten gemacht?

Du hast Dir angesehen, welche Inhalte Du bereits sofort oder mit geringfügigen Änderungen verfügbar hast.

Du hast aufgeschrieben, welche Themen auf Dich, Dein Unternehmen und Deine Branche in den kommenden Monaten zukommen.

Du hast einen Zeitplan mit ersten inhaltlichen Details.

Du hast einen ersten kleinen Medienverteiler erstellt.

Du hast mit Journalistinnen und Journalisten Kontakt aufgenommen.

Du hast einen Pressetext und attraktives Bildmaterial erstellt.

✅ Du hast Deine Presseinformationen verschickt und Medien beobachtet.

Was Du damit dann anstellst, darum geht es demnächst an dieser Stelle. Abonniere mein PR-Briefing und ich verständige Dich per E-Mail, sobald der nächste Teil online geht.

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